Texte zur Instrumentalpädagogik
Bradler, Katharina / Martin Losert / Andrea Welte

Musi­zie­ren und Glück

Perspektiven der Musikpädagogik

Weder Musik noch Glück las­sen sich in Wor­te fas­sen. Bei­de Begrif­fe ent­zie­hen sich einer genaue Beschreib­bar­keit. Das liegt nicht zuletzt an ihrer seman­ti­schen Trag­wei­te, die auch und vor allem in emo­tio­na­ler Tie­fe und Sub­jek­ti­vi­tät wur­zelt. Wenn von Musi­zier­mo­men­ten oder glück­li­chen Momen­ten die Rede ist, geht es meist um unver­füg­ba­re Momen­te. So reiz­voll und erstre­bens­wert sie sind, so uner­klär­lich und unplan­bar blei­ben sie. Und doch scheint es Hal­tung, Ein­stel­lung und Deu­tung zu geben, die Glück den Boden berei­ten. Musik und somit Musi­zie­ren birgt genau wie Glück oder Glück­lich­sein zahl­rei­che Impli­ka­tio­nen, die an Zeit­al­ter, an gesell­schaft­li­che und bio­gra­fi­sche Kon­tex­te gebun­den sind. Ent­spre­chend scheint nur eine per­spek­ti­vi­sche Annä­he­rung an das The­ma mög­lich. Eben dies möch­te vor­lie­gen­der Sam­mel­band, der aus Anlass des 65. Geburts­tags von Ulrich Mah­lert ent­stan­den ist, leis­ten: indem Musik­päd­ago­gin­nen und ‑päd­ago­gen einen jeweils eige­nen Zugriff — ein­mal mehr wis­sen­schaft­lich, ein­mal mehr poe­tisch und per­sön­lich — auf die Phä­no­me­ne Musi­zie­ren und Glück prä­sen­tie­ren. Die­se Form der appro­xi­ma­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zung aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven wird dem kom­ple­xen Gegen­stand gerecht, ohne ihn sei­nes Zau­bers zu berauben.

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