Figdor, Helmuth

Keine Lust mehr

Von den Schwierigkeiten des Übens

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 3/2014 , Seite 06

Schüler können für Lehrer aus verschiedenen Gründen schwierig werden: Weil sie keine Fortschritte machen, Stunden schwänzen, unkonzentriert sind, im Gruppenunterricht stören, das Vorspielen am Klassenabend verweigern, nicht im Ensemble spielen wollen, technisch stecken bleiben, sich zu wenig anstrengen weiterzukommen, unbeseelt, ohne Ausdruck musizieren usw. Als ich darüber nachdachte, wie ich das Thema „Schwierige Schüler“ angehen Read more about Keine Lust mehr[…]

Spychiger, Maria

Die schwierige Stelle anlächeln

Zur Entwicklung von Fehlerkultur in der Instrumentalpädagogik

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 2/2014 , Seite 32

Der Begriff „Fehlerfreundlichkeit“ tauchte erstmals 1991 auf, als Titel eines Buches, herausgegeben vom Arbeitspsychologen Theo Wehner: Sicherheit als Fehlerfreundlichkeit. Mehrere Untersuchungen hatten ergeben, dass es in Betrieben mit einer bestimmten Haltung gegenüber dem Fehler und einem entsprechenden Umgang damit weniger Unfälle, weniger Krankheit und weniger Fehl­tage gibt. Es sind fehlerfreundliche Arbeits­orte und sie sind sicherer Read more about Die schwierige Stelle anlächeln[…]

Liebscher, Frank

Richtig spielen – von Ende an

Retrosequenzielles Üben im Anfängerunterricht

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 2/2013 , Seite 26

Leidenschaftliches Musizieren erfordert eine Vielzahl von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im oftmals lebenslangen Prozess des musikalischen Lernens erworben und erhalten werden müssen. Eine wichtige Aufgabe des Instrumentalunterrichts besteht demzufolge in der Vermittlung eines praktikablen Repertoires an Strategien und Methoden, mit denen InstrumentalistInnen ihren Lern- und Übe­prozess zunehmend selbstständig und effektiv gestalten können. Der Zweckmäßigkeit des Read more about Richtig spielen – von Ende an[…]

Göbel, Birgit-Christine

Üben nach Plan

Ein Erfahrungsbericht

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 1/2013 , Seite 48

Beim Nachdenken über diese Frage erinnere ich mich an meine eigene Biografie als Inst­rumentalschülerin. In der Regel saß ich gern am Klavier und eroberte mit Freude die vielen schönen Stücke, die mein Lehrer für mich ausgesucht hatte. Dennoch erinnere ich mich gerade aus meinen Anfangsjahren an viele Momente der Frustration, in denen mir das, was Read more about Üben nach Plan[…]

Doerne, Andreas

Didaktische Reduktion

Ein Plädoyer für die Kunst der Vereinfachung

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 6/2012 , Seite 08

Das Prinzip der Didaktischen Reduktion hat keinen leichten Stand. Zwei Glaubenssätze stehen ihr entgegen: 1. In der Einfachheit kann keine Kunst stecken. 2. Die Musizierende ist ehrfürchtige Dienerin schriftlich tradierter musikalischer (Meister-) Werke. Musikalische Kompositionen dürfen entsprechend unter keinen Umständen verändert werden. Darüber hinaus steht Didaktische Reduktion unter dem Generalverdacht spaßpädago­gischer Simplifizierung, die sich einem Read more about Didaktische Reduktion[…]

Kahl, Reinhard

Üben? Üben?! Üben!

Plädoyer für ein Üben, das verwandelt und stärkt

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 3/2012 , Seite 42

Carl Hermann Unthan wurde 1848 in Ostpreußen ohne Arme geboren. Er starb 1929 als weltberühmter Violinist. Er geigte mit den Füßen. Artistisch. „Wer von Geburt an auf ­eigene Versuche angewiesen ist und nicht daran gehindert wird“, notierte er, „bei dem entwickelt sich ein Wille zur Selbstständigkeit.“ – „Der Mensch übersteigt unendlich den Menschen“, schrieb vor Read more about Üben? Üben?! Üben![…]

Burzik, Andreas

Hören, fühlen, spielen

Wie Üben zu einem sich selbst organisierenden ­Prozess wird

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 1/2012 , Seite 30

Vor einigen Jahren hat Wolf Singer, Leiter des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt am Main, in einem Festvortrag mit dem schönen Titel „Das Gehirn – ein Orchester ohne Dirigent“ darauf hingewiesen, dass Selbstorganisation ein Begriff sei, mit dem wir – evolutionär bedingt – unsere Schwierigkeiten hätten; es sei ein Begriff, der sich uns nicht unmittelbar Read more about Hören, fühlen, spielen[…]

Menrath, Thomas

Bewusst oder unbewusst?

Emotion und Kontrolle in Werkstudium und Interpretation

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 3/2010 , Seite 26

In einer Filmaufzeichnung stellt Glenn Gould seine Interpretation des ersten Satzes der Sonate A-Dur KV 331 von Mozart vor.1 Diese Interpretation ist in der Tat sehr eigenwillig, man hört – wie ich finde, mit wachsendem Entsetzen – gewissermaßen eine Karikatur dieses Satzes: Das Tempo des Themas (Andante grazioso) wird vollkommen überdehnt, die fünfte Variation (Adagio) Read more about Bewusst oder unbewusst?[…]

Krüger, Christiane

Wiedersehen macht Freude

Welche Rolle spielt Disziplin an der Musikschule?

Rubrik: Aufsatz
erschienen in: üben & musizieren 2/2009 , Seite 12

Lautes Stimmengewirr dringt aus dem kleinen Saal der Musikschule. Die Tür zum Flur ist noch offen. Erste Trompetenstöße, kräftiges Hornblasen, zaghaftes Zupfen am Cello, ein paar schräge Striche auf der Geige und lustiges Trommeln auf der Kinderpauke beherrschen den Raum. Die „Schildkröten“ aus dem Karneval der Tiere von Saint-Saëns pras­seln munter durcheinander mit Noten aus Read more about Wiedersehen macht Freude[…]