Koch, Kai / Kerstin Schatz (Hg.)

Musikgeragogik – quo vadis?

Festschrift für Hans Hermann Wickel und Theo Hartogh

Rubrik: Bücher
Verlag/Label: Waxmann, Münster 2025
erschienen in: üben & musizieren 1/2026 , Seite 60

Musikgeragogik – quo vadis? – der Titel könnte nicht besser gewählt sein. Mit dem Eintritt in den Ruhestand von Hans Herrmann Wickel und Theo Hartogh, die sicherlich zu Recht als „Urväter“ der Musikgeragogik bezeichnet werden können, hat ein Umbruch und Generationenwechsel für diesen Bereich an der Schnittstelle von „Musik, Sozialer Arbeit und Gerontologie“ eingesetzt. Traditionell bieten sich Momente wie dieser dazu an, sowohl zurück als auch nach vorne zu schauen. Genau dies will die Festschrift.
Die Beiträge decken ein breites Spektrum ab: Die besonderen Stärken der Festschrift liegen insbesondere in der Vielfalt der Themenstellungen, Perspektiven und Zugängen und es wird – einmal mehr – deutlich, wie viele Facetten in der Musikgeragogik miteinander verwoben sind. Besonders bemerkenswert an der Festschrift ist außerdem die Verbindung von Geschichte und Gegenwart. In dem vergleichsweise jungen Bereich Musikgeragogik gibt es bislang keine rückblickenden Aufarbeitungen. Die Festschrift aber unternimmt in einigen Beiträgen nun genau diesen Versuch und zeichnet die vergangenen Entwicklungen nach, sei es im Sinne von individuellen und persönlichen Erinnerungen an Hans Herrmann Wickel und Theo Hartogh, sei es in der Skizzierung strukturierender und institutionalisierender Entwicklungen (z. B. Bundesarbeitskreis Kultur-Ästhetik-Medien oder DGfMM).
Sehr lesefreundlich sind die unterschiedlichen Textarten: Neben den – teilweise sehr persönlichen – Aufsätzen enthält das Buch eine beachtliche Anzahl an Grußworten sowie ein Interview. Insbesondere anhand der Grußworte wird im Übrigen die Vielfalt der Tätigkeitsfelder von Hans Herrmann Wickel und Theo Hartogh deutlich, die erheblich über die Musikgeragogik hinaus gehen. Sehr deutlich wird an der Festschrift neben der fundamentalen Bedeutung von Hans Herrmann Wickel und Theo Hartogh für die Entwicklung der Musikgeragogik vor allem auch die offenbar überwältigende persönliche Strahlkraft des Duos.
In der Gesamtschau trägt Musikgeragogik – quo vadis? mit den vielfältigen Beiträgen zentraler zukünftiger AkteurInnen der Musikgeragogik zur weiteren Konsolidierung des Bereichs bei: Das Buch zeigt die beachtliche Entwicklung, die die Musikgeragogik bereits durchlaufen hat, und macht transparent, welche Wege in der Zukunft liegen können. Eine Hommage an den Bereich, aber insbesondere an die beiden Hauptpersonen!
Raika Lätzer

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