Fabig, Jörg

Anstoß, Groo­ve, Break

Elementare Rhythmus­­arbeit mit heterogenen Großgruppen

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 6/2017 , Seite 32

Das Aufgabenprofil von Musik­schu­len hat sich entscheidend verändert, um sich den Umwälzungen im Bildungs­sektor anzupassen. Viele Instrumen­tallehrkräfte verbringen heute einen großen Teil ihrer Arbeits­zeit in allgemeinbildenden Schulen. Musika­li­sche Angebote existieren in inhaltlicher und organisatorischer Vielfalt: Sing­klassen, Streicherklas­sen, Bläser­klassen und natürlich die Arbeit mit Rhythmusinstrumenten. Für letzt­genannten Bereich stellt Jörg Fabig Ideen vor, die sich als zielführend, sinnstiftend und effektiv be­währt haben. Die vorgestellten Kon­zepte lassen sich mit leichten Modifika­tio­nen auch auf die Arbeit in an­deren Altersgruppen transferieren.

Im Unter­schied zum „klas­si­schen“ Instru­men­tal­un­ter­richt haben wir es mit einer oft sehr hete­ro­ge­nen Groß­grup­pe zu tun. Unwei­ger­lich wird es Kin­der mit unter­schied­lich schnel­ler Auf­fas­sungs­ga­be und unter­schied­lich lan­ger Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit geben. Um Unru­he und ein „Aus­klin­ken“ der schwä­che­ren Grup­pen­mit­glie­der aus der Grup­pe zu ver­hin­dern, ist eine gut durch­dach­te Stun­den­struk­tur hilf­reich. Eine Unter­richts­ein­heit von 45 Minu­ten soll­te sich in min­des­tens drei, bes­ser vier unter­schied­li­che Pha­sen glie­dern. Auch die Gestal­tung des Unter­richts­raums spielt eine gro­ße Rol­le und soll­te Pha­sen­wech­sel ohne gro­ße Umbau­ten ermög­li­chen. Die Instru­men­te wer­den in einem Teil des Raums in einem Halb­kreis ange­ord­net, in einem ande­ren Teil soll­te Platz für einen Stuhl­kreis und/oder die Arbeit an Tischen mit Blick zur Tafel (oder einem White­board, Flip­chart etc.) sein.

Initi­al­pha­se – Body­per­cus­sion und non­verbale Kom­mu­ni­ka­ti­on

In der Initi­al­pha­se sit­zen die Grup­pen­mit­glie­der im Kreis und haben die Instru­men­te nicht in Griff­wei­te. Nach einer kur­zen ritua­li­sier­ten Begrü­ßung klat­sche ich einen Rhyth­mus­bau­stein (sie­he Kas­ten auf Sei­te 35) ein­mal vor, die Grup­pen­mit­glie­der klat­schen ihn ein­mal nach. Ich schlie­ße ohne Pau­se den nächs­ten Rhyth­mus­bau­stein an (vor­klat­schen – nach­klat­schen) und stei­ge­re ganz leicht den Schwie­rig­keits­grad, ins­ge­samt etwa drei Minu­ten lang.

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 6/2017.