Schmidt, Martin

Das Punk-Rock-Kon­zept

Bandunterricht mit AnfängerInnen

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 2/2015 , Seite 26

Bevor an Musikschulen Rock- und Popmusiker unterrichteten, hatte man als angehender Rockmusiker nur eine Möglichkeit, das Spielen in einer Band zu erlernen: Man stellte sich mit einigen Gleichgesinnten in einen Proberaum und probierte gemeinsam einen Song zu spielen, der sich "gut" anhörte. Diese direkte Herangehensweise, unter kompletter Umgehung jeglicher theoretischen Erklärung, kann man sich auch im Anfänger-Bandunterricht zunutze machen.

Vie­le jun­ge Bands ver­fü­gen über gerin­ge oder gar kei­ne musi­ka­li­schen Kennt­nis­se und ler­nen durch direk­tes Aus­pro­bie­ren am Inst­rument. Gera­de die Punk­rock­bands der spä­ten Sieb­zi­ger agier­ten auf die­se Wei­se, nach dem Mot­to: Ler­ne drei Akkor­de und grün­de eine Band. Die­se direk­te Her­an­ge­hens­wei­se, unter kom­plet­ter Umge­hung jeg­li­cher theo­re­ti­schen Erklä­rung, kann man sich auch im Anfän­ger-Band­un­ter­richt zunut­ze machen.

Ers­te Schrit­te mit dem Leadsheet

Im Rah­men eines Musik­pro­jekts an einer Gesamt­schu­le arbei­te ich mit Kin­dern im Alter von neun bis zehn Jah­ren, die statt des regu­lä­ren Musik­un­ter­richts eine Stun­de pro Woche in einer Rock­band spie­len. An Instru­men­ten ste­hen Gitar­re, Bass, Key­board und Schlag­zeug zur Ver­fü­gung. Musi­ka­li­sche Vor­kennt­nis­se sind nicht vor­han­den und um das Erler­nen rudi­men­tä­rer instru­men­ta­ler Fähig­kei­ten etwas span­nen­der zu gestal­ten, „kom­po­nier­te“ ich einen Anfän­ger­song.

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 2/2015.