Winter, Manon-Liu

Erkun­dun­gen

Freie Improvisation im Instrumentalunterricht, Teil II

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 4/2011 , Seite 32

In ihrem Praxis-Beitrag "Fund­stücke" in Ausgabe 6/2010 hat Manon-Liu Winter Beispiele dafür gegeben, wie freie Improvisation von der ersten Stunde an in den An­fängerunterricht integriert werden kann. Doch wie kann man für fort­geschrittene oder auch sehr fortgeschrittene SchülerInnen die Tür zur freien Improvisation als Kunstform öffnen?

Ich habe in mei­ner Arbeit mit Instru­men­tal­päd­ago­gik-Stu­die­ren­den immer wie­der ver­sucht, die unter­schied­lichs­ten Aspek­te von Musik zu fokus­sie­ren und impro­vi­sa­to­risch aus­zu­lo­ten. Die nach­fol­gen­de Rei­hung von The­men ent­spricht kei­ner Prio­ri­tä­ten­set­zung, son­dern ergibt sich in jeder Grup­pe anders und unmit­tel­bar aus den spon­tan ent­ste­hen­den Impro­vi­sa­tio­nen. Zu Beginn der Arbeit (aber auch spä­ter) soll­ten grund­sätz­li­che Über­le­gun­gen zu Fra­gen nach dem Was und War­um, nach den künst­le­ri­schen Prio­ri­tä­ten jeder ein­zel­nen Per­son ste­hen.

Klang­ma­te­ri­al

Es hat sich als sehr wich­tig her­aus­ge­stellt, aus­rei­chend Zeit und Gele­gen­heit zu geben, auf den ver­schie­de­nen Instru­men­ten klang­lich zu expe­ri­men­tie­ren. Vie­le Stu­die­ren­de ken­nen nicht annä­hernd alle Mög­lich­kei­ten spe­zi­fi­scher Klang­er­zeu­gun­gen, die in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten zu den „klas­si­schen“ Spiel­tech­ni­ken hin­zu­ge­kom­men sind. Neben dem – mit­un­ter sehr spie­le­ri­schen – Her­um­pro­bie­ren gebe ich im Fol­gen­den auch Hin­wei­se auf Kom­po­si­tio­nen. Die­se soll­ten vor­ge­spielt, deren Spiel­an­lei­tun­gen gezeigt, erklärt und in den eige­nen Impro­vi­sa­tio­nen ange­wandt wer­den.

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 4/2011.