Keemss, Thomas
Rhythm Pin Board / Rhythm Pin Large 4er Set / Das „Rhythmus 1×1“ mit dem Rhythm Pin Board
Leitfaden für die musikalische Grundausbildung an Musikschulen und in der Primarstufe
Das Rhythm Pin Board ist eine Holzleiste – ca. 51 cm lang, 4 cm breit –, in die in gleichmäßigen Abständen Löcher gebohrt wurden. Diese Löcher bilden einen Puls für Rhythmen ab. Auf der einen Seite des Boards sind acht Löcher für einfachere Patterns vorhanden, auf der anderen Seite sind es 16 Löcher für komplexere Grooves. In die Löcher können hölzerne Pins gesteckt werden, die in vier verschiedenen Ausführungen lieferbar sind; sie variieren in Dicke und Länge. Zudem gehören drei Gummiringe zum Set. Werden diese über die Holzleiste gezogen, können Gruppierungen der Löcher veranschaulicht werden (z. B. in 4 x 2 Beats).
Durch die Positionierung der Pins auf dem Board entstehen Patterns, die dann beispielsweise mit Bodypercussion, Vocussion, Cajon, Trommeln etc. umgesetzt werden können.
Das Rhythm Pin Board visualisiert also – ohne Stift und Papier oder eine Tafel – rhythmische Abläufe. Dadurch bietet es sowohl für einzelne Musizierende als auch für Gruppen eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich mit dem Thema Rhythmus auseinanderzusetzen. Schnell können vorgegebene Patterns erarbeitet oder neue rhythmische Ideen entwickelt werden.
Wie Lehrpersonen in die Arbeit mit dem Rhythm Pin Board einsteigen können, vermitteln ein beiligender „Schnelleinsteig“ (im Umfang von einer Seite) sowie das etwas ausführlichere Rhythmus 1×1. Dort beschreibt Thomas Keemss auf ca. zwölf Seiten aufeinander aufbauende Schritte zur Einführung der Arbeit mit dem Board; es gibt keine besondere Kapitelstruktur, aber häufig die Untergliederung in „Einstieg“ (einfach), „Vertiefung“ (mittel) und „Anwendung“ (fortgeschritten).
Der Anfang erfolgt auf der Seite mit acht Löchern. Als klangliche Umsetzung stellt Keemss Vorschläge für Bodypercussion und Vocussion vor. Die Anleitung ist für Musiklehrende nachvollziehbar beschrieben, sodass eine Übertragung in den eigenen Unterricht schnell machbar ist. Weiterführende, vertiefende Aufgaben werden Lehrende dann selbst entwickeln können. Ergänzend zu den schriftlichen Ausführungen gibt es auch ein Video, das am Beispiel der Cajon den Einstieg in die Arbeit mit dem Board zeigt.
Wenn SchülerInnen das Prinzip des Rhythm Pin Boards verstanden haben, können sie schnell auch selbst kreativ werden. Die Patterns sind durch Umstecken der Pins leicht veränderbar, sodass spielerisch vielfältige Varianten erkundet werden können. So kann das Board das Lernfeld Rhythmus sowohl im Elementarbereich, als auch im Instrumentalunterricht und im Musikunterricht an Grundschulen bereichern.
Silvia Müller


