Michel, Annemarie

Auf der Suche nach dem guten Leben

Nachdenken über die ethischen Funktionen von Musik auf einem Symposium in Cottbus

Rubrik: Bericht
erschienen in: üben & musizieren 1/2019 , Seite 36

Unvor­her­seh­ba­res gesche­hen las­sen, sich auf Anders­ar­tig­keit und Frem­des ein­las­sen, Reso­nan­zen erspü­ren und Welt­be­zie­hung her­stel­len: All das kann im Umgang mit Musik gesche­hen, wenn sich Men­schen begeg­nen. Für Musik­päd­ago­gIn­nen kann dies bedeu­ten, Unter­richt gesche­hen zu las­sen, sich ein Stück weit des­sen Nicht­plan­bar­keit hin­zu­ge­ben, Stö­run­gen zuzu­las­sen und Mut zur Unge­wiss­heit auf­zu­brin­gen. Beim Sym­po­si­um „Musik und Ethik“ am Ins­titut für Instru­men­tal- und Gesangs­päd­ago­gik der Branden­burgischen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Cott­bus-Senf­ten­berg unter der Lei­tung und Konzep­tion von Katha­ri­na Brad­ler wur­den Aspek­te von Bezie­hun­gen zwi­schen Men­schen, Musik und Welt zum Gegen­stand phi­lo­so­phi­schen, neu­ro­wis­sen­schaft­li­chen sowie musik­päd­ago­gi­schen Nach­den­kens. „Kann musik­päd­ago­gi­sches Tun zu einer Gesell­schaft bei­tra­gen, die inte­gra­tiv, freund­lich, offen, fried­lich und frei ist?“, lau­te­te die Leit­fra­ge des inter­dis­zi­pli­nä­ren Dia­logs. Wer das Ver­hält­nis von Musik und Ethik betrach­tet, sucht nach Ant­wor­ten auf die Fra­ge, ob Musik­pra­xis zum indi­vi­du­el­len guten Leben bei­tra­gen kann oder die Art des Umgangs mit ihr ein sozi­al­ver­träg­li­ches Zusam­men­le­ben unter­stützt.

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 1/2019.