Krawinkel, Guido

Bezie­hungs­sys­tem Stim­me

Interdisziplinärer Branchentreff der Vokalszene: das 15. Symposium zur Kinder- und Jugendstimme in Leipzig

Rubrik: Bericht
erschienen in: üben & musizieren 3/2017 , Seite 34

Sin­gen, das heißt nicht nur Töne pro­du­zie­ren, sei es allei­ne oder in der Grup­pe, sin­gen bedeu­tet auch, Teil eines kom­ple­xen Bezie­hungs­ge­fü­ges zu sein. Mit dem ers­ten Schrei fängt alles an, ab die­sem Zeit­punkt tritt der Mensch in Bezie­hung zu sei­ner Umwelt – und sei­ne Umwelt zu ihm. Das 15. Sym­po­si­um zur Kin­der- und Jugend­stim­me in Leip­zig mach­te sich auf die Spur die­ses Bezie­hungs­ge­fü­ges. Im Hin­blick auf einen Chor ver­glich Rai­mund Wip­per­mann, Lei­ter des Mäd­chen­chors am Esse­ner Dom und Pro­fes­sor für Chor­lei­tung und Rek­tor der Robert Schu­mann Hoch­schu­le Düs­sel­dorf, die­ses Bezie­hungs­ge­fü­ge mit Zahn­rädern, die inein­an­der­grei­fen: „Wenn ich ein Rad bewe­ge oder sich eines der Räder aus eige­nem Antrieb bewegt, bewe­gen sich alle ande­ren Räder mit.“
Das Leip­zi­ger Sym­po­si­um hat sich seit gerau­mer Zeit zum inter­dis­zi­pli­nä­ren Bran­chen­treff der Vokal­sze­ne ent­wi­ckelt. Zu Gast sind nicht nur Chor­lei­te­rIn­nen und Medi­zi­ner, auch The­ra­peu­tIn­nen jeg­li­cher Fach­rich­tung, Stimm­bild­ner und Sän­ge­rin­nen und Sän­ger zäh­len seit Jah­ren zum Stamm­pu­bli­kum. Eine bun­te Mischung, aber eine, die immer wie­der über­ra­schen­de Erkennt­nis­se an die rich­ti­gen Multi­plikatoren bringt. Das zeig­te sich schon bei der Eröff­nung, die ein regel­rech­ter Thea­ter­coup war.

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 3/2017.