Hering, Wolfgang (Hg.)

Das Kin­der­lied Fes­ti­val

Das Beste von 64 Kinderliedermacher/innen, mit CD

Rubrik: Noten
Verlag/Label: Alfred Music, Köln 2019
erschienen in: üben & musizieren 2/2020 , Seite 60

Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Flie­ger, bin so stark, stark, stark wie ein Tiger…“ – die­ser Hit ist dem ein oder ande­ren bestimmt ein Begriff. Ver­mut­lich sind auch die dazu­ge­hö­ren­den Bewe­gun­gen vie­len geläu­fig. Dass der Song vom baye­ri­schen Lie­der­ma­cher Donikkl stammt, ist jedoch ver­mut­lich eher Insi­der-Wis­sen. Das Lied ist jetzt mit vie­len wei­te­ren im Noten­band Kin­der­lied Fes­ti­val zu fin­den: Her­aus­ge­ber Wolf­gang Hering ver­sam­melt in die­sem Heft 64 Songs zum Fei­ern und Spaß haben und lie­fert eine the­ma­tisch bun­te Lie­der­samm­lung von Lie­der­ma­che­rIn­nen aus Deutsch­land und Öster­reich. Adres­sa­ten sind Kin­der in Grund­schu­len, Kin­der­chö­ren oder in der musi­ka­li­schen Früh­erzie­hung. Zwar sind vie­le Songs eher nicht so bekannt wie das oben erwähn­te Flie­ger­lied, aber vom pop­pi­gen Hit über lyri­sche Lie­der bis zu rocki­gen Tanz­num­mern ist hier alles dabei.
Die Gestal­tung ist äußerst gelun­gen: Optisch anspre­chend und bunt ist der Band geglie­dert in sie­ben Kapi­tel, die jeweils einen The­men­kom­plex sam­meln. Die Kapi­tel tra­gen Titel wie „Ich und die Welt“, „Klei­ne und gro­ße Tie­re“ oder „Mit­ten aus dem Leben“. Die Songs pas­sen wun­der­bar zur Lebens­welt der Kin­der. So heißt es bei­spiels­wei­se in dem Stück Rol­ler­fah­ren: „Mama, das musst du doch ver­stehn. Bei die­sem tol­len Wet­ter kannst du nicht zur Arbeit gehn.“
Die meis­ten Melo­di­en sind recht ein­gän­gig, manch­mal auch eher sim­pel gestrickt. Die jeweils gewähl­te Ton­la­ge liegt im mitt­le­ren Bereich, sodass sie laut Her­aus­ge­ber sowohl für die Kin­der- als auch Erwach­se­nen­stim­me gut zu sin­gen ist. Bei Bedarf kann das Lied trans­po­niert wer­den, wofür hin­ten im Buch eine Trans­po­nier­ta­bel­le bei­liegt, für die man­cher sicher dank­bar ist.
Auf der CD sind alle Lie­der ein­ge­spielt. Die Melo­di­en sind von einem Blas­in­stru­ment inter­pre­be­glei­tet vom Kla­vier. Soll die Ver­wen­dung hier tat­säch­lich als Sing-Along erfol­gen, wäre es noch schö­ner gewe­sen, die Melo­die nicht durch­gän­gig erklin­gen zu las­sen, son­dern zum Mit­sin­gen auch eine Ver­si­on ledig­lich mit Beglei­tung anzu­bie­ten.
Von jedem Song sind der Text, die Noten sowie die Akkor­de abge­druckt. Zudem erhält man Infor­ma­tio­nen über den jewei­li­gen Lie­der­ma­cher, z. B. dar­über, was die­sem bei sei­ner Arbeit beson­ders am Her­zen liegt.
Beson­ders schön sind die oft mit­ge­lie­fer­ten Tipps und Spiel­anregungen. Mai Coco­pel­li gibt bei­spiels­wei­se zu ihrem Song Mons­ter in mir Hin­wei­se zur Stimm­be­nut­zung und Anre­gun­gen für eine Tanz­cho­reo­gra­fie. Und zum Song Rake­te von den Bub­bles fin­det man krea­ti­ve Anre­gun­gen zum wei­te­ren Umgang mit dem Song, wie bei­spiel­wei­se wei­te­re Stro­phen zu erfin­den.
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