Apostolidis, Katharina

Dino Max sucht ein Orchester

Ein Theaterstück für Erzähler, Geigenanfänger und ­Geigenorchester

Rubrik: Praxis
erschienen in: üben & musizieren 6/2015 , Seite 32

Es ist nicht immer einfach, Geigen-AnfängerInnen in ein Vorspiel oder eine Streicherklassen-Aufführung zu integrieren. Katharina Apostolidis stellt ein kreatives Theaterstück mit Geigenliedern vor, bei dem selbst AnfängerInnen, die nur leere Saiten spielen, mitmachen können.

Das fol­gen­de Thea­ter­stück bie­tet für Kin­der mit unter­schied­li­chen Spiel­ni­veaus die Mög­lich­keit, sich zu betei­li­gen. Alle Lie­der stam­men aus der Vio­lin­schu­le Bun­tes Gei­gen­wun­der­land (Band 1). Anfän­ge­rIn­nen kön­nen lee­re Sai­ten strei­chen. Fort­ge­schrit­te­nen Schü­le­rIn­nen, die mit ein­ge­bun­den wer­den sol­len, bie­tet das Stück die Mög­lich­keit, lee­re Sai­ten zu wie­der­ho­len, beim Schluss­stück mit dem 1. Fin­ger mit­zu­spie­len oder sogar die schwie­ri­ge­ren Begleit­stim­men mit­zu­spie­len. Da immer meh­re­re Kin­der gleich­zei­tig auf der Büh­ne ste­hen, ver­lie­ren die Schü­le­rIn­nen ihre Scheu und haben in der Regel viel Spaß.
In der Beset­zung ist das Mär­chen varia­bel kon­zi­piert durch die fle­xi­ble Grö­ße des Vogel-Orches­ters und die Mög­lich­keit, ein­zel­ne Sze­nen und Lie­der weg­zu­las­sen. Jedes Lied kann ent­we­der nur gegeigt oder von einem oder meh­re­ren Kin­dern erst gesun­gen und dann gespielt wer­den. Eben­so kann ein Kind, das den Grund­schlag trom­melt, mit­ma­chen. Schul­klas­sen kön­nen die Lie­der zusätz­lich tän­ze­risch dar­stel­len; beim Schluss­lied kön­nen statt einer auch vie­le Sei­fen­bla­sen-Elfen mit­tan­zen. Im Klas­sen­un­ter­richt mit gemisch­ten Strei­chern las­sen sich vie­le Lie­der auch für Brat­sche und Cel­lo adap­tie­ren. Je nach Aus­ge­stal­tung dau­ert das Stück unge­kürzt etwa 20 bis 30 Minu­ten. Die Gei­ge kann zum Spie­len vom Gei­gen-Tisch genom­men wer­den. Alle Schü­ler-Noten­bei­spie­le sind mit far­bi­gen Noten abge­bil­det, Begleit­stim­men in schwar­zer Notation.
Die Lehr­per­son als Erzäh­le­rIn liest die Geschich­te vor und beglei­tet instru­men­tal bei Schü­ler­lie­dern. Die Kin­der stel­len das Gele­se­ne ges­tisch, mimisch und musi­ka­lisch dar. Wenn genü­gend Pro­ben­zeit zur Ver­fü­gung steht, kön­nen die Schü­le­rIn­nen die Sät­ze der Tie­re selbst­ver­ständ­lich auch selbst spre­chen. Bei zu weni­gen Kin­dern ist es ent­we­der mög­lich, dass eines meh­re­re Rol­len über­nimmt, indem es z. B. nur eine Mas­ke aus­tauscht, oder dass gekürzt wird. Die Regie­an­wei­sun­gen bezüg­lich Auf­gang, Büh­nen­si­tua­ti­on und Abgang sind detail­liert, las­sen jedoch genü­gend Spiel­raum für zusätz­li­che eige­ne krea­ti­ve Ideen. Selbst ohne Thea­ter­er­fah­rung kann man sich als Leh­rer­kraft prob­lemlos an die Ein­stu­die­rung wagen, auch des­halb, weil die ein­zel­nen Sze­nen sepa­rat und erst danach in Gesamt­pro­ben ein­stu­diert wer­den können.

Beset­zung
Dino, Ele­fant, Giraf­fe, Pony, Kuh, Löwe, Käfer, Hexe, Diri­gent, Sei­fen­bla­sen-Elfe, Vogel-Orchester

Instru­men­te
Gei­gen, Trö­te, Trom­mel, Kla­vier (oder Ähn­li­ches) für Lehrerbegleitung

Uten­si­li­en und Ausstattung
Mohr­rü­be für Dino, Diri­gen­ten­stab, Sei­fen­bla­sen­fla­sche, bemal­te gro­ße Holz­blu­me, Tisch mit Schü­ler-Gei­gen, Stell­wand zum Umzie­hen mit Ablauf­plan zur Ori­en­tie­rung, Stüh­le am Büh­nen­rand für alle MitspielerInnen

Lesen Sie wei­ter in Aus­ga­be 6/2015.