Ertl, Barbara

Jede Men­ge Flötentöne!

Die Schule für Sopranblockflöte mit Pfiff, Band 1 und 2, mit Audio-Download

Rubrik: Noten
Verlag/Label: Holzschuh, Manching 2021
erschienen in: üben & musizieren 3/2022 , Seite 61

Band 1 und 2 der Schu­le Jede Men­ge Flö­ten­tö­ne! von Bar­ba­ra Ertl aus dem Jahr 2007 gibt es jetzt jeweils als Aus­ga­be mit Audio-Down­load. Die Down­loads ent­spre­chen der Aus­ga­be mit CDs von 2010. Am Ende eines Ban­des befin­den sich der Link zum Down­load-Cen­ter von Holz­schuh und ein exklu­si­ver Code, der drei Down­loads ermög­licht. Das Abspie­len der Datei­en ohne Down­load ist nicht möglich.
Die Hör- und Spiel­ver­sio­nen sind sehr über­sicht­lich in sepa­ra­ten Ord­nern abge­legt. Die Tracks sind ein­heit­lich bezif­fert und beschrif­tet, sodass sie leicht den Lie­dern im Heft zuge­ord­net wer­den kön­nen. Die Auf­nah­men sind mit wech­seln­der Beset­zung ein­ge­spielt – von Solo-Gesang bis Chor, von Block­flö­ten bis Key­board über Strei­cher bis Per­kus­si­on. Alle Hör- und Spiel­ver­sio­nen sind jeweils im glei­chen Tem­po, das ruhig und gemäch­lich ist; eine Leis­tungs­dif­fe­ren­zie­rung ist so aller­dings nicht mög­lich. Am Anfang unter­schei­den sich die Ver­sio­nen nicht von­ein­an­der, erst nach und nach fällt bei den Spiel­ver­sio­nen die Unter­stüt­zung der Melo­die durch Gesang oder Instru­ment weg und wird zum klas­si­schen Backingtrack.
Die Tracks zäh­len nicht über einen Klick ein, son­dern jedes Stück beginnt mit einem klei­nen Vor­spiel. Die Stro­phen sind über klei­ne Zwi­schen­spie­le mit­ein­an­der ver­bun­den, die­se sind nicht im Noten­text ver­merkt. Des­halb ist es erfor­der­lich, dass die Lehr­kraft die Hör­ver­sio­nen kennt.
Die Schu­le selbst ist im Inhalt und Auf­bau seit der Erst­auf­la­ge unver­än­dert. Sie rich­tet sich an Kin­der der ers­ten und zwei­ten Klas­se, denn das Lern­pen­sum erfolgt schnell auf kur­zer Stre­cke. Der ers­te Band ver­mit­telt den Ton­raum der C‑Dur-Ton­lei­ter in baro­cker Griff­wei­se und beginnt mit den Tönen a' und c', der zwei­te Band erwei­tert den Ton­raum um ers­te Vor­zei­chen und geht bis g''.
Zum Inhalt schreibt Bar­ba­ra Ertl im Vor­wort, dass die Schu­le tra­di­tio­nel­le und neue Lie­der ent­hält. Die Liedaus­wahl ver­sucht dabei, eine gro­ße musi­ka­li­sche Band­brei­te abzu­de­cken: Es gibt deut­sche Volks- und Kin­der­lie­der wie Häns­chen klein, Stü­cke aus Mit­tel­al­ter bis Barock sowie Musik aus Fil­men und Seri­en wie Pumuckl und Pip­pi Lang­strumpf. Zeit­ge­nös­si­sche Musik sowie erwei­ter­te Spiel­tech­ni­ken wer­den nur gestreift. Jazz, Rock, Pop und der Bereich Impro­vi­sa­ti­on feh­len in bei­den Bän­den. Außer­dem ste­hen Lie­der, die außer­eu­ro­päi­schen Kul­tur­räu­men zuge­schrie­ben wer­den, unkom­men­tiert und teil­wei­se ohne Über­set­zung; die dazu­ge­hö­ri­gen Audio-Datei­en sind unzeit­ge­mäß und drin­gend zu überarbeiten.
Schluss­end­lich erleich­tert die Ent­wick­lung zu Aus­ga­ben mit Audio-Down­load den Ein­satz von Playa­longs im Unter­richt und macht sie schnel­ler ver­füg­bar, jedoch ist es nicht nur an der Zeit die Schu­le auf den tech­nisch-medi­al neu­es­ten Stand zu brin­gen, son­dern es braucht auch inhalt­lich eine Modernisierung.
Ali­na Seibel