Anders, Mark

Wide­gacks­da

Für 1- bis 3-stimmigen Kinderchor und Klavier, Partitur

Rubrik: Noten
Verlag/Label: Carus, Stuttgart 2020
erschienen in: üben & musizieren 3/2021 , Seite 59

Wenn Babys und Klein­kin­der die Spra­che für sich ent­de­cken und Lau­te vor sich hin brab­beln, sind die meis­ten Erwach­se­nen amü­siert oder viel­leicht gerührt –mehr damit anfan­gen kön­nen aber wohl die wenigs­ten. Nicht so Kom­po­nist Mark Anders. Er greift das auf, was wir land­läu­fig als „Gebrab­bel“ bezeich­nen, und macht dar­aus eine gan­ze Kom­po­si­ti­on. Und so besteht sein Kin­der­chor­stück mit dem Titel Wide­gacks­da aus Wort­krea­tio­nen wie „Rip­pel­ra­babums“, „Adi­dihoi“, Hapa bipa dula­la“ oder „Acka­wutz“.
Mark Anders, Ber­li­ner Musik­päd­ago­ge und Vater von zwei Kin­dern, hat hier ein krea­ti­ves und kurz­wei­li­ges Chor­stück für klei­ne Kin­der­chor­sän­ge­rIn­nen geschaf­fen. Er selbst bezeich­net es in sei­nem Vor­wort als „eine Hom­mage an die kind­li­che Fan­ta­sie und ein Gruß an das Kind im Her­zen von uns Erwach­se­nen“. Zwar feh­len genaue­re Anga­ben zur adres­sier­ten Alters­span­ne, auf­grund der Beschaf­fen­heit ist es jedoch eher für einen Kin­der­chor jün­ge­ren Alters geeig­net und auch gut mach­bar: Der Ton­um­fang ist über­schau­bar und die Ton­la­ge für Kin­der ange­mes­sen gewählt und in Sopran I, Sopran II und Alt unterteilt.
Ein­stim­mi­ge Pas­sa­gen wech­seln sich ab mit zwei- und drei­stim­mi­gen. Und auch die dicht an die Spra­che ange­lehn­te Melo­dik und Rhyth­mik soll­te von Kin­dern gut umzu­set­zen sein. Um auch wirk­lich nie­man­den zu über­for­dern, kön­nen je nach den Mög­lich­kei­ten des jewei­li­gen Cho­res gege­be­nen­falls Stimm­grup­pen ver­stärkt oder ein­zel­ne Pas­sa­gen auf­ge­teilt wer­den. Die Kla­vier­be­glei­tung des etwa vier Minu­ten lan­gen Stücks ist sim­pel und doch reiz­voll durch die abwechs­lungs­rei­che Har­mo­nik und unter­stützt die fröh­li­che Atmosphäre.
Ins­ge­samt ist Wide­gacks­da ein krea­ti­ves, nied­li­ches Werk, das den klei­nen Sän­ge­rIn­nen bestimmt Spaß macht und die ­Zuhö­re­rIn­nen zum Schmun­zeln bringt.
Patri­cia Tafel